Zukunft Ostschweiz 2007

Mit über 1000 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik war die diesjährige Durchführung von "Zukunft Ostschweiz" der bestbesuchte Anlass der IHK aller Zeiten. Das Konjunkturforum der Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell und der St.Galler Kantonalbank vom 19. November 2007 in der Olma-Halle vermittelte Erfreuliches: Die Ostschweizer Wirtschaft ist in Champagnerlaune. Gemäss der aktuellsten IHK-Studie verdankt sie diese Gemütsverfassung der Renaissance der Industrie und den Rekordergebnissen im Export.

Druckfrisch, noch kaum scheuerfest, gelangte die aktuelle IHK-Studie "Ostschweiz 2007" ab der Druckmaschine direkt an "Zukunft Ostschweiz" in die Olma-Halle 2.1. Dort fanden die im 104-seitigen Bericht behandelten Themen in den Ausführungen von IHK-Chefökonom Peter Eisenhut ihre Fortsetzung: Der Autor der Studie zeigte den Besucherinnen und Besuchern die Analysen und Perspektiven der Ostschweizer Wirtschaft auf und unterhielt sie mit bestem wirtschaftspolitischem Infotainment. Und er sprach an, wo die Ostschweiz aufgrund der Studienergebnisse in den nächsten Monaten und Jahren die Hebel anzusetzen hat.

Schwächerer Aussenhandel

Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, Leiter der Konjunkturforschungsstelle KOF/ETH in Zürich, informierte über die Wirtschaftsaussichten der Schweiz. Gemäss Prognose der KOF wird sich der Aussenhandel vorübergehend etwas abschwächen. Die Konsumnachfrage dürfte dank hoher Einkommen und abnehmender Arbeitslosigkeit lebhaft bleiben. Ergänzend ist jedoch anzumerken, dass der vorübergehende Tiefstpunkt der Arbeitslosenquote für Mitte 2008 erwartet wird. Zudem prognostiziert die Konjunkturforschungsstelle ein nachlassendes Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen. Auch wenn der Wirtschaftsbau noch leicht zulegen dürfte, werden die Bauinvestitionen insgesamt stagnieren, weil der Aufschwung der Wohnbauinvestitionen zu Ende ist. Gestützt auf den privaten Konsum bleibt das Wachstum ansehnlich: Das reale Bruttoinlandprodukt verzeichnet in den nächsten Quartalen ein Verlaufwachstum von rund 1.5%, ab Ende 2008 von rund 2%. Damit wird für die Schweiz kein Konjunkturabschwung, sondern eine Rückkehr auf den Potentialpfad signalisiert. Die Teuerung dürfte insgesamt auf tiefem Niveau bleiben.

Attraktiv - als Wohn- und Arbeitsort

Neben den Referaten zur Konjunkturentwicklung bildete das von Peter Eisenhut moderierte Podiumsgespräch den zweiten Schwerpunkt von "Zukunft Ostschweiz". Die von der IHK St.Gallen-Appenzell empfohlenen Massnahmen zur Wirtschaftspolitik wurden von den teilnehmenden Regierungs-, Wirtschafts- und Verbandsvetretern unterschiedlich bewertet. Nach Ansicht der IHK erzielt die Wirtschaftspolitik dann die grösste Wirkung, wenn sie die Bedingungen schafft, welche das freie Spiel von Angebot und Nachfrage gewährleisten und den unternehmerischen Entscheidungsspielraum so wenig wie möglich einschränken. Die Wirtschaftspolitik habe alles daran zu setzen, die Attraktivität nicht nur für Unternehmen, sondern auch als Wohnort für gut ausgebildete Personen mit ihren Familien zu erhöhen.

Konkrete Empfehlungen der IHK St.Gallen-Appenzell sind:

  • Die Ostschweizer Kantone arbeiten einen Vorschlag zur Realisierung der freien Schulwahl aus. Die Studiengebühren an den Hochschulen der Ostschweiz sind massgeblich zu erhöhen. An der FHO ist eine Führungsstruktur mit einer einheitlichen politischen Trägerschaft, einer zentralen Führung mit einem Rektor und einem einzigen Hochschulrat einzurichten. 
  • Es wird ein Ostschweizer Pendlerzug in den Fahrplan eingefügt, welcher morgens und abends ein- bis zweimal nach Zürich bzw. in die Gegenrichtung fährt und nur in Gossau und Wil anhält. 
  • 30 Prozent der Kultursubventionen werden neu in Form von Gutscheinen an die interessierte Bevölkerung abgegeben. 
  • Die Vorschriften zu den Ladenöffnungszeiten werden in allen Ostschweizer Kantonen abgeschafft. Zudem führen sie die liberalsten Baugesetze ein. 
  • Die Ostschweizer Kantone übernehmen die nationale Spitze bei der Besteuerung von Unternehmen. AR steigert seine steuerliche Attraktivität für Personen bei den mittleren, SG und der TG bei den mittleren und hohen Einkommen.

Firmen-News

Social Media

  • 952 Personen sind Mitglied der
    IHK-Gruppe auf xing
    Neu dabei:
  • Peter Krapf, kT Krapf Treuhand AG
  • Beatrice Leutenegger, Leutenegger + Frei AG
  • Tobias Hofer, HSi Elektronik AG

    zur IHK-Gruppe auf xing
  • Ein Mitglied zur IHK-GV 2015 in Degersheim: "Besser gehts nicht. Danke dem gesamten IHK-Team für diesen super Event. Ihr seid spitze!"
  • "Spannende Begegnungen, edle und doch lockere Atmosphäre. Und die Gewissheit, willkommen zu sein."
  • gefällt mir - zur Facebook-Seite der IHK