Nationale Politik
Familienunternehmen – bis dass der Tod uns scheidet?
Die Juso-Initiative zielt auf deren Risikobereitschaft und Innovationsgeist – und damit auf das Erfolgsmodell Schweiz.

26. September 2025
Die Juso-Erbschaftssteuerinitiative gefährdet Nachfolgeregelungen und die Existenz von zahlreichen Unternehmen, wie eine IHK-Umfrage zeigt. Zudem hätte eine Annahme der Initiative weitreichende indirekte Konsequenzen: Auftragsausfälle, eine geringere Investitionstätigkeit sowie einen Verlust von Steuersubstrat im Umfang von schätzungsweise über 2 Milliarden Franken pro Jahr.
Am 30. November 2025 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Volksinitiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)» der Jungsozialistischen Partei (Juso) ab. Die Initiative fordert, Schenkungen und Nachlässe ab 50 Millionen Franken mit einer neuen, zusätzlichen Steuer von 50 Prozent zu belegen. Die Einnahmen sollen zu zwei Dritteln an den Bund und zu einem Drittel an die Kantone fliessen und zweckgebunden gegen den Klimawandel verwendet werden. Die Steuer soll vom Bund zusätzlich zu kantonalen und kommunalen Erbschafts- und Schenkungssteuern erhoben werden und bereits ab dem Tag einer allfälligen Annahme der Initiative gelten. Dadurch sind bereits vor der Abstimmung Steuervermeidungsreaktionen wahrscheinlich (Vorwirkung).
Breite Ablehnung
Unternehmensexistenzen gefährdet
Grosse indirekte Betroffenheit
Interview mit Stefan Scheiber über die Auswirkungen der JUSO-Initiative
«Die Initiative setzt auf den falschen Hebel und stellt einen Angriff auf den Standort Schweiz dar.»

Stefan Scheiber, warum lehnt Bühler die Juso-Initiative ab?
Die Initiative gibt aber vor, dass sie das Klima schützen will.
Wie sollen wir stattdessen auf heutige Herausforderungen reagieren?
Zur Umfrage
In einer gemeinsamen Unternehmensumfrage haben die IHK St.Gallen-Appenzell, die IHK Thurgau und die regionalen Arbeitgebervereinigungen die Positionierung sowie die Betroffenheit in der Ostschweizer Wirtschaft abgefragt. Über 638 Ostschweizer Unternehmen haben mitgewirkt, wovon 39 direkt von der Initiative betroffen wären. Die ausführliche Analyse sowie die Umfrageresultate sind abrufbar unter:
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Andere Schätzungen sind pessimistischer und halten es für wahrscheinlich, dass KI Millionen Jobs verdrängt – gerade in den Büros. Muss man da nicht reagieren?





