EcoOst - das Symposium 2016

KMU und ihr Wunsch nach Selbständigkeit

Rund 150 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der Ostschweiz kamen für das dritte EcoOst – das Symposium zusammen, um über das Tagungsthema „Der Wunsch nach Selbständigkeit: Erfolgsrezept oder Stolperfalle für KMU?“ zu diskutieren. Leadreferent Urs Frey vom KMU-Institut der Universität St.Gallen zeigte auf, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die unternehmerische Unabhängigkeit haben kann. In drei Sessions erzählten Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft welche Erfahrungen sie mit dem Thema gemacht haben.

„Sind Sie reif für die Digitalisierung?“ fragte Urs Frey in seinem Leadreferat, das den inhaltlichen Einstieg in das diesjährige EcoOst-Symposium lieferte. Das Geschäftsleitungsmitglied des KMU-Instituts der Universität St.Gallen sorgte für die wissenschaftliche Basis für den weiteren Verlauf der halbtägigen Veranstaltung, die erstmals im Einstein Congress stattfand. Die Wirtschaft sei geprägt von Veränderungen. Die Welt und die Gesellschaft wandeln sich und ein Unternehmen könne nur überleben, wenn es sich an die veränderte Umwelt anpasse. Ein solcher Megatrend, dem sich auch KMU nicht verschliessen können, ist die Digitalisierung. Diese erfordere ein Umdenken, biete aber gerade kleineren Unternehmen auch neue Chancen für Innovationen und letztlich für eine langfristige Unabhängigkeit eines Unternehmens. Frey betonte die Werte Respekt, Anerkennung und Vertrauen, denen gerade in Zeiten grosser Veränderungen besondere Bedeutung zukomme. 

Synergien nutzen, Ängsten begegnen
Nach dem Hauptreferat konnten die Teilnehmenden des EcoOst-Symposiums zwei von drei möglichen Parallelsessions besuchen, die das Tagungsthema anhand konkreter Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag weiter vertieften. Die kleinere Gruppengrösse erlaubte es, sich direkter mit den referierenden Unternehmensvertretern auszustauschen.
In der ersten Session berichtete Christine Bolt, stellvertretende Leiterin der St.Galler Tagblatt AG, von den Vor- und Nachteilen eines Unternehmens, das zu einer grösseren Gruppe gehöre. So profitieren die St.Galler Tagblatt AG als Teil der NZZ Gruppe von diversen Synergien, die zu mehr Professionalität, Reichweite und Marktanteilen führt bei gleichzeitig tieferen Kosten. Auf der anderen Seite würden solche Synergien auch Ängste und Widerstände schaffen. Um diesen zu begegnen, sei es wichtig, sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und sein Alleinstellungsmerkmal – die Nähe zur Ostschweiz – zu pflegen.

Teil eines US-Konzerns
Die zweite Session wurde von Erich Eigenmann, dem langjährigen CEO der ESGE AG, geleitet. Seit dem Beginn fokussiert sich das Unternehmen auf ein Produkt, das es immer weiter entwickelt: den Bamix Handmixer. So beständig und konstant beliebt ihr bekanntes Produkt auch ist, so unterschiedliche Phasen erlebte das Thurgauer Traditionsunternehmens in seiner gut 60-jährigen Geschichte. So ging Erich Eigenmann unter anderem auf die Zeit ab 1964 ein, als das Unternehmen einige Jahre dem US-Giganten General Electric gehörte. 1971 kehrte die ESGE AG wieder in die Eigenständigkeit zurück.

Kurze Entscheidungswege
Caroline Mager-Studer, CEO des St.Galler Kosmetikunternehmens Mila d’Opiz, sprach in der dritten Session von den Werteunterschieden zwischen unabhängigen Familienunternehmen oder Grosskonzernen. Gleichzeitig ist es für ein Familien-KMU wie Mila d’Opiz eine deutlich grössere Herausforderung, den immer strikter werdenden Regulierungen gerecht zu werden. Im Gegenzug profitiert ein kleineres und unabhängiges Unternehmen von kurzen Entscheidungswegen.
Bevor das Symposium mit einem reichhaltigen EcoOst-Buffet endete, fand unter der Leitung von Urs Wehrle, Geschäftsführer des Raiffeisen Unternehmerzentrums, mit allen vier Referenten eine Podiumsdiskussion statt.

Treffpunkt für Ostschweizer Wirtschaft
Das vor zwei Jahren erstmals durchgeführte EcoOst-Symposium ist Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen und –träger aus kleinen, mittleren und grossen Unternehmen, aus der Wissenschaft und der Praxis, aus allen Branchen und aus allen Regionen der Ostschweiz. Mit der Veranstaltung wollen die Organisatoren (die Industrie- und Handelskammern St.Gallen-Appenzell und Thurgau, die Universität St.Gallen und die St.Galler Tagblatt AG) sowie das Raiffeisen Unternehmerzentrum RUZ als Hauptsponsor einen Beitrag zum Wissenstransfer in der Wirtschaft leisten und die Ostschweiz als einheitlichen und starken Wirtschaftsraum positionieren.

Vorankündigung

Das 4. EcoOst-Symposium findet am 13. Februar 2017 statt, das 5. EcoOst-Symposium am 12. Februar 2018, das 6. EcoOst-Symposium am 11. Februar 2019.


Veranstalter

  • IHK St.Gallen-Appenzell
  • IHK Thurgau
  • Universität St.Gallen
  • Tagblatt Medien

Hauptsponsor

Raiffeisen Unternehmerzentrum RUZ

Co-Sponsoren

  • clavis IT ag
  • OBT AG
  • Funk Insurance Brokers AG
  • LEADER / MetroComm AG

Informationen zum ehemaligen Ostschweizer IHK-Symposium

Frühere IHK-Symposien

Firmen-News

Social Media

  • Ein Mitglied zur IHK-GV 2015 in Degersheim: "Besser gehts nicht. Danke dem gesamten IHK-Team für diesen super Event. Ihr seid spitze!"
  • "Spannende Begegnungen, edle und doch lockere Atmosphäre. Und die Gewissheit, willkommen zu sein."
  • "Bravo IHK St.Gallen-Appenzell zur Spital-Standortstudie! Nachdem die St.Galler Politik schon seit Jahren den 'Gagg' in der Hose hat, beweist ihr mit der dringend nötigen Weitsicht 'Födle'."

    gefällt mir - zur Facebook-Seite der IHK

 

 

  • 934 Personen sind Mitglied der
    IHK-Gruppe auf xing
    Neu dabei:
  • Robert Günthart, Swibro AG
  • Corinne Grüninger, HWBconsult AG
  • Marco Bruderer, Dr. Petry Chemie AG

    zur IHK-Gruppe auf xing